Für Eltern · Ausgabe 02

Spange für die Kinder. Was zahlt die Kasse?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt Kieferorthopädie nur ab KIG-Stufe 3. Stufen 1 und 2 zahlen Eltern komplett selbst. Wer früh versichert, ist auf der sicheren Seite.

Häufige Fragen
KIG 1
Leichte Fehlstellung
wird nicht von Kasse übernommen
1.500 – 4.000 €
KIG 2
Geringe Fehlstellung
wird nicht von Kasse übernommen
2.000 – 5.000 €
KIG 3
Ausgeprägte Fehlstellung
Kasse zahlt, aber nur Standard
Mehrkosten 500 – 2.500 €
KIG 4
Stark ausgeprägt
Kasse zahlt Grundversorgung
Mehrkosten 1.000 – 3.000 €
KIG 5
Extrem stark
Kasse zahlt umfangreich
Mehrkosten 1.500 – 3.500 €

Wichtig: eine KFO-Behandlung muss vor Diagnosestellung versichert sein.

Fragen, die wirklich gestellt werden.

Was bedeutet KIG genau?+

KIG = Kieferorthopädische Indikationsgruppen, 5 Stufen. Erst ab Stufe 3 zahlt die gesetzliche Krankenkasse. Stufe 1 und 2 = rein kosmetisch in den Augen der Kasse, Eltern tragen alles selbst.

Warum so früh abschließen?+

Sobald der Zahnarzt eine KFO-Empfehlung dokumentiert hat, ist die Behandlung 'angeraten' — und damit von jeder Zusatzversicherung ausgeschlossen. Empfehlung: spätestens im Vorschulalter, idealerweise mit 2–3 Jahren.

Werden Aligner (Invisalign) übernommen?+

Beim Allianz MeinZahnschutz 90 und 100 ja — bis zu 90 bzw. 100 % der Mehrkosten. Bei KIG 3+ als Mehrleistung zur Kassen-Grundversorgung, bei KIG 1–2 komplett.

Wie lange dauert eine KFO-Behandlung?+

Im Schnitt 2,5–4 Jahre aktive Behandlung plus Retentionsphase. Eine Zusatzversicherung sollte die gesamte Behandlungsdauer abdecken — Kündigungen während laufender Therapie kosten Erstattung.

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