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Forschung01. Juni 2026

KI im Behandlungsstuhl: Hamburger Studie zeigt 94 % Trefferquote bei Karies-Früherkennung

Forscher der Universität Hamburg trainieren ein KI-Modell auf 120.000 Röntgenbildern. Ergebnis: Die Software erkennt beginnende Karies zuverlässiger als der durchschnittliche Behandler – und kann teure Folgebehandlungen verhindern.

KI im Behandlungsstuhl: Hamburger Studie zeigt 94 % Trefferquote bei Karies-Früherkennung

Was passiert da gerade?

An der Universität Hamburg läuft seit 2024 ein groß angelegtes Projekt zur KI-gestützten Karies-Diagnostik. Das Modell wurde mit über 120.000 anonymisierten Bissflügelaufnahmen trainiert und erreicht in der Studienauswertung eine Trefferquote von 94 % – verglichen mit rund 82 % bei erfahrenen Zahnärztinnen und Zahnärzten.

Was bedeutet das für Patient:innen?

  • Früher erkennen, günstiger behandeln. Wer Karies im Initialstadium entdeckt, kommt oft mit Fluoridierung statt Bohrer aus.
  • Weniger Strahlenbelastung. Die KI hilft, unnötige Wiederholungsaufnahmen zu vermeiden.
  • Zweite Meinung in Sekunden. Erste Praxen in Heidelberg und Mannheim setzen das System bereits begleitend ein.

Wann kommt das in der Breite?

Die KZBV rechnet mit einer flächendeckenden Zulassung als Medizinprodukt frühestens 2027. Bis dahin bleibt es Praxen vorbehalten, die freiwillig an der Pilotstudie teilnehmen.

Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Pressemitteilung 03/2026

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